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Grundschüler besuchten Bürgermeister

Im Rahmen des gemeinsamen Heimat- und Sachunterrichts der Grundschule haben die Schülerinnen und Schüler der jahrgangskombinierten Klasse 3/4 vor kurzem das Rathaus von Bürgermeister Seidenader als Lernort der gelebten Demokratie inspiziert.

Am Stundenplan standen deshalb nicht Mathe oder Deutsch, sondern Mehrheitsentscheidungen finden und nachvollziehen, Abstimmungen durchführen, das Rathaus mit seinen Ämtern unter die Lupe nehmen und natürlich eine ordentliche Brotzeit von Bürgermeister Seidenader, tatkräftig unterstützt von seiner Frau Hedwig. Ein herzliches Vergelt's Gott noch einmal dafür! Wie wichtig die verinnerlichte Wertschätzung der Demokratie ist, zeigen aktuelle Wahltendenzen auf der ganzen Welt. Deshalb fordert der bayerische Lehrplan in diesem Bereich eine demokratische Werteerziehung von Anfang an.
Bereits zu Beginn des Schuljahres thematisierte die Klasse die Bundestagswahl, da auch den Kindern die Wahlplakate nicht entgangen sind. So nahmen sich die Kandidaten zum Klassensprecheramt ein Beispiel daran und entwarfen ihre eigenen Wahlplakate, lernten demokratische Prinzipien einer Wahl kennen, hielten Wahlreden und wählten schließlich selbstständig mit Urne und Wahlhelfern ihre Klassensprecher. Abschließend gaben die Sieger/innen eine Dankesrede zum Besten.
Mit diesem und weiterem unterrichtlichen und außerschulischem Vorwissen zur Gemeinde und deren Zuständigkeitsbereichen besuchten die Kinder mit ihren Lehrerinnen Frau Refke (Klassenleitung) und Frau Wenninger (Lehramtsanwärterin, HSU) Herrn Bürgermeister Seidenader und die Verwaltungsangestellte Frau Weinberger, die die Klasse ihrer Tochter zusammen mit dem Rathauschef schon erwartete. Nach einer kurzen Führung in den Räumen des Gemeindeamtes und einer kurzweiligen Darstellung des Bürgermeisteramtes ging es in den Sitzungssaal. Dort stellten die Kinder ihre vorbereiteten Fragen, die Herr Seidenader geduldig beantwortete. Gemeindepolitisch bedeutsame Anträge der Kinder waren beispielsweise „ob eine Ampel am Zebrastreifen bei der Fahrschule angebracht wird" oder die „Sanierung des Spielplatzes in Obermühlbach", was einer Schülerin am Herzen lag. Auch die Frage nach den Bauvorhaben im nächsten Jahr war sehr interessant für Schüler und Lehrer. Der Bürgermeister zeigte den Schülern aktuelle Pläne der derzeitigen Sanierung ihrer Sportturnhalle.
Ganz im Sinne einer gemeinsamen Konsenslösung, wie sie im Gemeinderat von Neukirchen oft stattfindet, diskutierten die Kinder mit dem Bürgermeister den Wunsch nach einem Trampolinpark. Nach der Darlegung von Vor- und Nachteilen wurde abgestimmt und der anfängliche Wunsch von den Schülern abgelehnt. Einige Kinder können sich durchaus vorstellen einmal selbst für den Gemeinderat oder das Bürgermeisteramt zu kandidieren.
Am Schluss überreichten die Schülerinnen und Schüler an Herrn Seidenader ein kleines Präsent und ihre selbsterstellten Plakate über die Gemeinde Neukirchen. Derart begeistert von dem Besuch und „ihrem" Bürgermeister, holten sich die Kinder noch Autogramme von Herrn Seidenader.

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