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Neugestaltung des Kreisobstlehrgartens

Die Akteure machten sich vor Ort ein Bild vom Zustand des Kreisobstlehrgartens Neukirchen..(v.l.n.r.)Kreisfachberater Harald Götz, Matthias Rohrbacher vom Naturpark Bayerischer Wald, Kreisfachberater Hans Niedernhuber und Bürgermeister Rudi Seidenader

Neugestaltung des Kreisobstlehrgartens

Obstbäume, Beerensträucher, Buschobst, Hecken, Biotop, einen Lehrpfad und vieles mehr gibt es im Kreisobstlehrgarten Neukirchen zu entdecken. Im Jahr 1990 wurden die ersten Bäume gepflanzt und seitdem verging kaum ein Jahr in dem der Kreisverband für Gartenbau und Landespflege Straubing-Bogen und die Gemeinde Neukirchen nicht Neues gepflanzt, veredelt oder gebaut hätten. Im Laufe der Jahre hat sich der Obstgarten zu einem wahren Besuchermagnet entwickelt. Nach beinahe 28 Jahren sind die Informationsschilder und der Obstlehrpfad sichtlich in die Jahre gekommen. Auch inhaltlich und in gestalterischer Hinsicht ist manches überholt, so dass es nun gilt, einen neuen, modernen und zugleich langlebigen Obstlehrpfad zu schaffen.
Die Gemeinde Neukirchen ist Mitglied bei dem Naturschutzprojekt „Netzwerk Streuobst Bayerischer Vorwald" und Bürgermeister Rudi Seidenader dessen Vorsitzender. Die acht Mitgliedsgemeinden erhalten Fördersätze, von denen ein Bürgermeister nur träumen kann, so Seidenader. Für Baumpflanzungen inklusive Pfähle, Wühlmaus- und Stammschutz und Pflanzarbeit werden beispielsweise 85% übernommen. Den gleichen Fördersatz erhält die Gemeinde bei der Neugestaltung des Kreisobstlehrgartens. Federführend für die Förderung, aber auch in inhaltlicher Sicht, ist der Naturpark Bayerischer Wald. Die Mittel werden über die Regierung von Niederbayern vom Umweltministerium abgerufen.
Bei einer Arbeitstagung in der Gemeinde Neukirchen stellte Naturparkmitarbeiter Matthias Rohrbacher das Konzept des geplanten Lehrpfades vor. Farbige Bilder, auf das Wesentliche beschränkte Texte und interaktive Tafeln seien heutzutage ein Muss, so der Fachmann. Schwerpunktthemen der 84 x 84 cm großen Tafeln sind „Wildbienen und Hummeln", „Lebensraum Streuobst" und „Hecken, Totholzhaufen und Lesesteinriegel".
Kreisfachberater Harald Götz wird für den Bau einer „Obstgehölzstation" verantwortlich sein. Hier sollen Hölzer der verschiedenen Obstarten ausgestellt und beschriftet werden. Zahlreiche zusätzliche kleinere Schilder werden zu verschiedensten Themen rund um den Streuobstanbau und die Natur informieren. Natürlich wird für die Kids wie auch bisher schon, eine eigene „Kinderlinie" gestaltet.

 

Historische Unterlagen werden gesucht:
Eine Großtafel soll der obstbaulichen Geschichte Neukirchens gewidmet werden, welche Kreisfachberater Hans Niedernhuber gestaltet. Er ist sich sicher, dass im Neukirchener Raum noch sehr viel altes Wissen und so manches historisches Dokument zu finden ist. Diesen Fundus will Niedernhuber zusammenfassen und für die Zukunft sichern, seien es mündliche Informationen, etwa zu früher kultivierten Obstsorten, Dokumente oder Bilder, von denen Kopien angefertigt werden dürfen. Die Essenz aus den so gesammelten Informationen soll dann auf einer der Tafeln im Kreisobstlehrgarten wieder zu finden sein. Nachdem diese bereits im Frühling erstellt werden, wird gebeten, sich gegebenenfalls bald zur üblichen Bürozeit mit Kreisfachberater Niedernhuber in Verbindung zu setzen (Tel. Nr. 09421-973150, Mail ). Auch Bürgermeister Rudi Seidenader steht selbstverständlich als Ansprechpartner zur Verfügung.

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