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Von links: Dipl.-Ing. Lukas Troiber (Ing.Büro KEB), Klärwärter Alois Macht, Bürgermeister Rudi Seidenader, Bauleiter Roman Weiser (Fa. Eberthardt) und Bauzeichner-Azubi Johannes Macht (KEB) - Foto: Xaver Kern

Neue Kläranlage in Betrieb

Die erweiterte und modernisierte Kläranlage für 2.500 Einwohnergleichwerte in Neukirchen ist in Betrieb gegangen. Am 6. Juni erfolgte der Umschluss zum kombinierten Belebungs- und Nachklärbecken und alles läuft ohne Probleme. Bereits gut vor einem Monat wurde die Phosphatfällungsanlage angeschlossen und Investitionskosten von rund 19.000 Euro mit der Abwasserabgabe der letzten drei Jahre verrechnet.

 

Wie Bürgermeister Rudi Seidenader beim Baustellentermin ausführte, sind nunmehr neben dem neuen Betriebsgebäude alle maschinentechnischen Anlagenteile mit Zulaufpumpwerk, Rechen- und Sandfanganlage, Kombibecken und Phosphatfällungsanlage in Funktion. Es ist nunmehr eine wesentlich verbesserte, den heutigen Anforderungen gerecht werdende, Abwasserreinigung gewährleistet.

 

Auch die Mischwasserentlastungsanlage RÜB „Auf der Au" wurde dadurch saniert und dem Stand der Technik angepasst. Der Mischwasserzufluss der Kläranlage von bisher 12 l/s wurde fast verdoppelt. Bauliche Maßnahmen am bestehenden Regenüberlaufbecken unter schwierigen, beengten Verhältnissen und hohen zu erwartenden Kosten konnten vermieden werden. Alle Anforderungen des wasserrechtlichen Bescheides werden damit erfüllt.

 

Die bisherige Kläranlage wurde stillgelegt und die ausgebaute Siebschnecke wird an Interessenten abgegeben, so der Rathauschef weiterhin. Abgeschlossen wird das im Vorjahr begonnene und mit Baukosten von rund 2,58 Millionen Euro veranschlagte derzeit größte Bauprojekt der Gemeinde voraussichtlich zum August.

 

Derzeitig werden die Außenanlagen mit Wegeführung erstellt und Umbauarbeiten an dem bisherigen Klärbecken zur Schlammeindickung und Trübwasservorbehandlung vorgenommen. Nach Abbruch des bestehenden Rechengebäudes wird noch ein Platz zur mobilen Schlammentwässerung errichtet. Die PV-Anlage zur Stromerzeugung und weitgehenden Nutzung zum Eigenverbrauch wird in den nächsten Wochen ebenfalls in Betrieb genommen.


Mit den Baumeisterarbeiten ist die Bietergemeinschaft Hilmer/Eberhardt beauftragt, die Firma ScharrTec führt die klärtechnische Ausrüstung und die Elektroarbeiten aus, mit der Elektroinstallation des Betriebsgebäudes und dem Blitzschutz ist die Firma Wurm, Windberg beauftragt. Die Bauüberwachung und örtliche Bauleitung obliegt dem Ingenieurbüro KEB, Straubing. Alle anstehenden Fragen und der weitere Bauablauf werden im Rahmen eines wöchentlichen Jour-Fix-Termins seit Beginn des Bauvorhabens vor Ort besprochen.

 

Nach der Aussage des Bürgermeisters sind nach Abschluss der Arbeiten die Voraussetzungen für die geplante Auflassung der Kläranlage Obermühlbach (1. Ausbaustufe) und den Anschluss des Entwässerungsgebietes an die Kläranlage Neukirchen ebenfalls gegeben. Bei der Kläranlagensanierung handelt es sich um keine zuwendungsfähige Maßnahme, so dass nach den rechtlichen Vorgaben eine Finanzierung über Verbesserungsbeiträge und Abwassergebühren von den Anschlussnehmern erfolgen muss.

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